10 wertvolle Tipps für Ihren Unternehmensverkauf

28.01.2020

Lesezeit: 6 min

Einführung

Ein Unternehmensverkauf allein ist schon kein einfaches Anliegen. Doch einen Unternehmensverkauf erfolgreich zu gestalten und dabei auf alle involvierten Parteien Rücksicht zu nehmen, ist ein noch weitaus komplexeres Verfahren. Dies gilt besonders für Unternehmer, denen daran gelegen ist, ihren Arbeitnehmern auch nach dem Verkauf eine sichere Arbeitsstelle zu garantieren. Folgende Aspekte garantieren eine reibungslose Übergabe und ermöglichen es, typische Fehler zu vermeiden.

  1. Eine klare Ausstiegsvision haben
  2. Sich der strategischen Erfolgsposition (SEP) bewusst sein
  3. Den richtigen Zeitpunkt wählen
  4. Sich rechtzeitig und sorgfältig vorbereiten
  5. Den Unternehmenswert einschätzen lassen
  6. Einen geeigneten Nachfolgespezialisten konsultieren
  7. Für Transparenz sorgen
  8. Den beteiligten Parteien Vertrauen entgegenbringen
  9. Sich bei steuerlichen und rechtlichen Themen beraten lassen
  10. Die Übergabe und Integration der Mitarbeiter planen
1. Eine klare Ausstiegsvision haben

Um den Verkauf überhaupt zu tätigen, muss klar sein, was mit der Firma geschieht und wer sie übernimmt. Sollte Ihr Unternehmen nicht an Nachkommen übertragen, sondern ein externer Geschäftsführer angestellt werden, bleiben immer noch einige Fragen offen. Erst wenn Sie sich selber sicher sind, wie viele der Anteile Sie verkaufen möchten, kann der Verkaufsprozess beginnen. Hier haben Sie zahlreiche Optionen. Sie können sich beispielsweise entscheiden, ob Ihr Unternehmen ganz verkauft wird und ein Kontrollgremium die Geschäftsführung übernimmt oder ob Sie dennoch Minderheitsanteile behalten, um die Zukunft des Unternehmens noch weiter mitgestalten zu können.

2. Sich der strategischen Erfolgsposition (SEP) bewusst sein

Wer verkaufen möchte, sollte sich außerdem im Klaren darüber sein, wie die Firma nach außen hin dargestellt wird. Grundsätzlich hat jedes Unternehmen einige Merkmale, die es besonders auszeichnen und die Ihnen als jetzigen Geschäftsführer wichtig sind – heben Sie diese hervor! Zum Einen bietet dies die Möglichkeit den Kaufpreis zu erhöhen, indem der Wert der Firma gesteigert wird. Zum Anderen erlaubt es Ihnen auch Eigenschaften der Firma, die Ihnen persönlich wichtig sind und die Sie gerne beibehalten würden, besonders herauszustellen.

Erfahren Sie hier mehr Wege, wie Sie Ihren Unternehmenswert steigern können.

3. Den richtigen Zeitpunkt wählen

Der Zeitpunkt ist ebenfalls ein entscheidender Faktor. Oft ist es bereits zu spät über den Verkauf nachzudenken, wenn man sich nicht mehr in der Lage sieht, das Unternehmen zu führen. Hier kann sich auf den Aphorismus ,,Man soll aufhören, wenn’s am Schönsten ist.” berufen werden. Grund dafür sind vor allem die folgenden drei Faktoren:

  • Erstens bietet Ihnen ein vorzeitiger Verkauf eine bessere Verhandlungsposition. Sie stehen nicht unter Zeitdruck und können mögliche Angebote und Optionen gründlich abwägen, um die bestmögliche Entscheidung zu treffen.
  • Zweitens steigert auch hier die positive Entwicklung Ihres Unternehmens den aktuellen Marktwert und somit auch den voraussichtlichen Verkaufspreis.
  • Drittens möchten Sie bestimmt auch bis zu einem gewissen Grad etwas von den Profiten haben. Ob diese neu investiert werden oder ein alter Traum endlich in Erfüllung gehen soll, ist jedem freigestellt.
4. Sich rechtzeitig und sorgfältig vorbereiten

Um sich von eben jenem Zeitdruck zu lösen, spielt die sorgfältige Vorbereitung eine essentielle Rolle. Falls kurz vor dem Verkauf noch einmal alle Bücher auf Vordermann gebracht werden müssen, kann dies einige Prozesse verlängern oder gänzlich aufhalten. Diese Komplikationen sind leicht vermeidbar. Um sich nicht noch mehr Stress auszusetzen, ist es empfehlenswert, sich rechtzeitig zu informieren. So kann man in Ruhe herausfinden, was man genau für den Unternehmensverkauf benötigt und wer behilflich sein kann. Weitere Informationen diesbezüglich finden Sie im weiteren Verlauf des Artikels.

5. Den Unternehmenswert einschätzen lassen

Einer dieser Aspekte, die Vorbereitung benötigen, ist der Marktwert des Unternehmens. Die ursprüngliche Methode der Marktwertermittlung im deutschsprachigen Raum ist das sogenannte Ertragswertverfahren. Mittlerweile gibt es allerdings eine Alternative aus dem angloamerikanischen Raum, das Discounted-Cash-Flow-Verfahren (DCF). Hierbei wird der Unternehmenswert anhand der Diskontierung der Free Cash Flows, sogenannter “freier Zahlungsströme”, ermittelt.

Beide Verfahren dienen dazu, eine zu subjektive Wertschätzung zu vermeiden. In vielen Fällen hängen vor allem Gründer auch emotional an Ihren Firmen. Zwar ist dies oft begründet, doch neue Käufer teilen nicht unbedingt die gleichen Ansichten mit Ihnen oder haben den gleichen emotionalen Draht. Deshalb ist es von Vorteil objektiv zu bleiben und den Wert nicht zu überschätzen, denn dies könnte einem Verkauf im Weg stehen.

Daher kann Ihnen unser Expertenteam helfen, sowohl faire als auch attraktive Verkaufspreise auszuhandeln. Mehr zu den Unterschieden der Wertungsverfahren erfahren Sie hier.

6. Einen geeigneten Nachfolgespezialisten konsultieren

Wie sich inzwischen herauskristallisiert hat, ist der Unternehmensverkauf ein weitreichendes und kompliziertes Verfahren, das einiges an Fachwissen und Expertise erfordert. Typischerweise dauert der ganze Verkauf bis zum Vertragsabschluss mehrere Monate. Bei einem Prozess dieses Ausmaßes gibt es etliche Schritte und Phasen zu berücksichtigen. Daher liegt es in Ihrem Interesse, einen externen Nachfolgespezialisten zu engagieren, der sich mit solchen Prozessen auskennt. Dieser sollte auch im Stande sein, Ihre intrinsischen Motivationen nachzuvollziehen und zu berücksichtigen. Carl steht Ihnen hierbei gerne als kompetenter und erfahrener Partner zur Seite.

7. Für Transparenz sorgen

Häufig geschieht es, dass vermeintlich nebensächliche Details bei der anfänglichen Datenverarbeitung in der Vorbereitungsphase vergessen oder absichtlich ausgelassen werden. Diese scheinbar uninteressanten Kleinigkeiten können aber gravierende Folgen mit sich führen. Werden diese bei der kompletten Untersuchung Ihres Unternehmens (Due Diligence) von dem Käufer festgestellt, führt dies in jedem Fall zu einer Verminderung des Kaufpreis und im schlimmsten Fall zum Platzen des Deals.

8. Den beteiligten Parteien Vertrauen entgegenbringen

Aus den oben dargelegten Gründen ist es wichtig, Ihren Beratern und dem Käufer vollstes Vertrauen entgegen zu bringen. Alle involvierten Parteien sind rechtlich an eine Geheimhaltungsvereinbarung gebunden und würden bei Bruch derer zahlungspflichtig werden. In beiden Fällen bleiben Sie und Ihr Unternehmen geschützt und können sich zusätzlich die Freiheiten herausnehmen, die Sie für die sorgfältige Besprechung des Verkaufs benötigen. Nur durch Kooperation kann Ihr Partner Sie unterstützen und adäquat beraten.

9. Sich bei steuerlichen und rechtlichen Themen beraten lassen

Auch bei steuerlichen und rechtlichen Fragen treten oft Probleme auf, die meistens extensive Einarbeitung oder einen Spezialisten erfordern. Allein der Veräußerungserlös unterliegt direkt der Einkommensteuer und der daraus resultierende Gewinn ebenfalls wieder Steuerprogressionen. Optionen wie der Altersfreibetrag, die Fünftelregelung (§ 34 Abs. 1 EStG), die Option der ermäßigten Besteuerung (§ 34 Abs. 3 EstG) oder das Teileinkünfteverfahren könnten hier relevant sein.

Rechtlich ist der Unternehmensverkauf ähnlich tückisch. Verschiedene Arbeits-, Haftungs- und Versicherungsverträge erfordern ebenfalls professionelle Hilfe, um Sie bei Ihren Transaktionsprozess juristisch unterstützen zu können. Mehr zur Versteuerung und Recht finden Sie hier.

10. Die Übergabe und Integration der Mitarbeiter planen

Am Schluss gibt es auch noch die Arbeitnehmer des Unternehmens, die wohl nach dem Verkäufer selber am meisten von dem Verkauf betroffen sein werden. Der neue Inhaber tritt in die Arbeitgeberstellung ein und übernimmt alle Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis. Umso wichtiger ist es also sich vor der endgültigen Übergabe des Unternehmens zu vergewissern, dass alle Arbeitsplätze gesichert sind.

Fazit

Bedenken Sie diese 10 Aspekte, sobald Sie sich das erste Mal mit dem Unternehmensverkauf befassen. Dadurch ist es Ihnen möglich frühzeitig zu erkennen, in welchen Situationen Probleme auftreten könnten. Des Weiteren wissen Sie, wie Sie typische Fehler verhindern. Die beiden zentralen Aspekte sind eine rechtzeitige und sorgfältige Auseinandersetzung mit dem Thema Unternehmensnachfolge sowie die Wahl des richtigen Beraters, der Sie in allen Angelegenheiten unterstützen kann.

Mit Carl haben Sie einen erfahren Partner an Ihrer Seite, der Ihren Verkaufsprozess durch professionelle Beratung unterstützt und so eine reibungslose Übergabe ermöglicht. Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie unser Team von Nachfolge- und Transaktionsexperten noch heute.

Starten Sie Ihre persönliche Verkaufsanalyse

Sie beabsichtigen Ihr Unternehmen zu verkaufen?

Wir führen eine vertrauliche und unverbindliche Verkaufsanalyse für Sie durch. Diese beinhaltet unter anderem die folgenden Punkte:

  • Prüfung und Einschätzung von Experten, ob Ihr Unternehmen bereit für den Verkauf ist
  • Identifikation potentieller Übereinstimmungen durch Suche in unserem Käufernetzwerk
  • Kostenloses Beratungsgespräch mit einem unserer Nachfolge- und Transaktionsberater
Zur Verkaufsanalyse