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Partner: Nachfolge Partners
Bekannt aus: Nachfolge Know From

Wann benötige ich eine Unternehmensbewertung?

Interne Übergabe

Wenn das Unternehmen intern übergeben wird, ist es wichtig zu wissen, welchen Wert der Nachfolger erhält.

Unternehmensverkauf

Bei einem Unternehmensverkauf sollte der Verkäufer eine realistische Vorstellung über den Wert haben.

Erbschaftsregelung

Im Rahmen einer Erbschaftsregelung ist es elementar, den Wert des Unternehmens korrekt anzusetzen.

Mitarbeiterbeteiligung

Wenn Mitarbeiter am Unternehmen beteiligt werden, muss ein Wert für die Beteiligung festgestellt werden.

Bankgespräche

Bei Gesprächen mit der Bank hilft es dem Unternehmer, den Wert seines Unternehmens zu kennen.

Eigenkapitalfinanzierung

Bei einer Eigenkapitalfinanzierung ist es elementar zu bestimmen wie hoch der abzugebende Anteil ist.

3 Verfahren zur Unternehmensbewertung

Diese Verfahren finden üblicherweise Anwendung

1. Ertragswertverfahren

Bestandsaufnahme und Status Quo

Beim Ertragswertverfahren dienen die zukünftigen zu erwartenden Erträge als Basis der Wertermittlung. Dabei werden jedoch nicht nur die Überschüsse aufsummiert, sondern im sogenannten Barwertverfahren diskontiert (abgezinst), um deren heutigen Wert zu ermitteln. Somit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Erträge in naher Zukunft mehr wert sind, als Erträge in ferner Zukunft, da in der Zwischenzeit mit den Erträgen weitere Zinsgewinne erzielt werden können. Insgesamt stellt das Ertragswertverfahren daher ein an der (zukünftigen) Ertragskraft des Unternehmens bemessene Unternehmensbewertung dar. Dies ist insbesondere für den Käufer wichtig, da dieser üblicherweise nur so viel für ein Unternehmen zu zahlen bereit ist, wie er im Nachgang in überschaubarer Zeit an Gewinnen wieder erwirtschaften kann. Das Ertragswertverfahren findet daher häufig bei der Bewertung von Immobilien aber auch Unternehmen Anwendung.

2. Vergleichswert-/Multiplikatorverfahren

Interne oder externe Nachfolge

Im Vergleichswertverfahren, auch bekannt als Multiplikatorverfahren, werden vergleichbare Unternehmen als Referenz zur Wertermittlung genutzt. Im Zuge dessen wird in der Regel eine Gruppe an vergleichbaren Unternehmen als Referenzgruppe (sog. “Peer Group” oder auch nur “Peers”) definiert, deren Unternehmenswert an der Börse oder aus öffentlich bekannten Transaktionen als Multiplikator einer anderen Kennzahl ausgedrückt wird. Übliche Multiplikatoren sind Unternehmenswert/EBITDA (Gewinne vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), Unternehmenswert/Umsatz oder Unternehmenswert/Gewinn (an der Börse auch als Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV bekannt). Mithilfe der in der Referenzgruppe ermittelten Multiplikatoren wird dann der Wert des Unternehmens errechnet. Die genaue Größe des Multiplikators hängt stark von der Branche und der Unternehmensgröße ab.

3. Discounted Cash Flow (DCF)

Operative Vorbereitung / Beratersuche

Das Discounted Cash Flow Modell (DCF, abgezinste Zahlungsstrom-Methode) ist ein insbesondere bei mittleren und größeren Unternehmen weit verbreitetes Bewertungsverfahren, das dem Ertragswertverfahren in vielerlei Hinsicht ähnelt bzw. als eine Sonderform des Ertragswertverfahrens gesehen werden kann. Auch hier ist (indirekt) die zukünftige Ertragskraft des Unternehmens maßgebliche Bezugsgröße der Bewertung. Im Gegensatz zum Ertragswertverfahren werden jedoch nicht die Nettoerträge als Grundlage genommen, sondern die Zahlungsströme (je nach genauer Methodik vor oder nach Abzug der Fremdkapitalzinsen). Diese werden dann ebenfalls mit einem Referenzzinssatz – der sich unter anderem am Marktzins, der Kapitalstruktur des Unternehmens sowie dem Risiko des Unternehmens bemisst – auf den heutigen Wert (Barwert) abgezinst.

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Einordnung der Verfahren in der Praxis

Einordnung der Verfahren in der Praxis

In der Praxis ist wichtig, die Verfahren in den richtigen Kontext zu setzen

In der Praxis dienen die oben genannten Wertermittlungsverfahren häufig als Richtwert für die Preisfindung. Üblicherweise werden mehrere Verfahren verwendet, um sich so Stück für Stück der Wertfindung zu nähern. Häufig werden das DCF Modell sowie Vergleichswertverfahren angewandt, um sowohl eine fundamentale Bewertung aufgrund der Ertragskraft des Unternehmens zu erhalten, wie auch vergleichbare Multiplikatoren um die Marktpreise und ggf. Spezifika der Industrie oder des Geschäftsmodells zu reflektieren.

Wert ≠ Preis

Beim Verkauf entscheidet am Ende dennoch der Markt, welcher Preis gezahlt wird

Dennoch ist der Unternehmenswert nicht zu verwechseln mit dem Preis (z.B. in Form einer Marktkapitalisierung, errechnet aus dem Börsenkurs), da wie bei vielen Gütern Marktmechanismen letztlich über den Preis entscheiden. Dies kann bedeuten, dass bei geringer Nachfrage nach bestimmten Gütern der Preis deutlich unter dem tatsächlichem Wert liegt oder umgekehrt, bei begehrten Gütern Preise gezahlt werden, die deutlich über den errechneten Werten liegen. Emotionale Gründe, die Liquidität des Marktes, die Rationalität der Marktakteure, Panik und Euphorie sowie stark unterschiedliche Ansichten über den zukünftigen Geschäftsverlauf können dabei den Ausschlag geben.

Zudem können auch Wettbewerbsüberlegungen eine Rolle spielen. Wenn beispielsweise ein bestimmtes Unternehmen eine Schlüsselrolle in einem Markt einnimmt, kann es zu einem Wettstreit kommen, der den Preis des Unternehmens in ungeahnte Höhen treibt. Dies kann häufig in Monopolmärkten beobachtet werden. Wenn ein anderes Unternehmen jedoch beispielsweise aus Gründen des Kartellrechts nur von wenigen anderen Akteuren übernommen werden kann und dies die Zahl potenzieller Käufer stark einschränkt, kann dies auch zu Preisen führen, die deutlich unter dem eigentlichen Wert liegen. Dies beobachtet man insbesondere in stark regulierten Märkten sowie in Märkten, in denen die Marktmacht bereits in den Händen weniger Unternehmen konzentriert ist.

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