Der E-Commerce Markt in Deutschland - Ein Bericht

21.12.2020

Lesezeit: 3 min

Einführung

Die E-Commerce Branche gilt bereits seit einigen Jahren als eine der am schnellsten wachsenden und bedeutendsten Industrien der Welt. Die Corona-Pandemie diente hier als wichtiger Katalysator für einen ohnehin schon wachsenden Markt. Durch den Lockdown waren viele Händler gezwungen, ihre Geschäfte zu schließen. Einige davon traten zum ersten Mal in den Markt des digitalen Vertriebs ein. Gleichzeitig vergrößerte sich die Kundenlandschaft des Onlinehandels wie nie zuvor.

Der folgende Beitrag bietet eine Marktanalyse, in der auf Schlüsselspieler im Bereich E-Commerce, die wichtigsten Trends und die Entwicklung der letzten fünf Jahre eingegangen wird. Außerdem wird ein Einblick in die Käuferlandschaft gegeben.

Im Branchenbericht zum Thema E-Commerce können Sie die detaillierten Analysen nachlesen. Gerne senden wir Ihnen den vollständigen Bericht per E-Mail zu. Mehr dazu erfahren Sie am Ende dieses Beitrags.

Analyse des Marktes

Mit einem Jahresumsatz von 64 Milliarden Euro (2019) gilt der E-Commerce Markt als eine der bedeutendsten Industrien Deutschlands. Nach Großbritannien ist Deutschland der zweitgrößte Online-Markt Europas und macht etwa ein Viertel des gesamten europäischen B2C E-Commerce Marktes aus.

1. Kundenprofil Deutschland

Weltweit ist der deutsche Markt für E-Commerce eines der bedeutendsten Segmente. So verzeichnete Deutschland 64 Millionen E-Commerce Nutzer im Jahr 2019 mit einer Marktpenetration von 84 Prozent. Charakteristisch für die deutsche Branche ist ihr hohes Kundenpotential und ihr Fokus auf den Kaufpreis aus.

2. Schlüsselspieler und Trends

Zudem ist der deutsche Markt durch eine enorm hohe Marktkonzentration gekennzeichnet. So machen die fünf größten Akteure - Amazon, Otto, Zalando, Media Markt und Notebooksbilliger - 28 Prozent des gesamten Nettoumsatzes der E-Commerce Branche aus. Erleichtert durch Anbieter wie Shopify oder WooCommerce und angetrieben durch die COVID-19-Pandemie treten jedoch mehr und mehr KMUs in den Markt ein. Es gilt sich auf die aktuellen Trends rund um Amazon FBAs, Nachhaltigkeit, KI und AR, Social Commerce und das B2B-Segment zu konzentrieren, um im Jahre 2021 weiter Traktion zu gewinnen.

3. Entwicklung

Während der Ausbruch der COVID-19-Pandemie katastrophal für den westeuropäischen und auch für den deutschen Einzelhandelssektor war, werden E-Commerce Händler häufig als die Gewinner der Krise dargestellt. Die stetige Migration von Offline- zu Onlinehandel wurde durch die Corona-Pandemie noch beschleunigt. Carl prognostiziert, dass das derzeitige Wachstum des deutsche E-Commerce auch nach der COVID-19-Krise weiterhin anhalten wird.

Erhöhter Wettbewerbsdruck überhitzt die Käuferlandschaft

Nach einer Zeit des relativ “einfachen” Wachstums und attraktiver Margen stehen unabhängige E-Commerce Händler nun vor dem Druck des zunehmenden Wettbewerbs durch führende Marken und Marktplätze. Der gesamte digitale Handelssektor konnte somit einen Transaktionswert von 61 Milliarden US im ersten Halbjahr von 2020 verzeichnen mit einem mittleren Transaktionswert von 20 Millionen US-Dollar.

1. Effekte von COVID-19

Unsicherheit und ein Mangel an zuverlässigen Marktprognosen treiben Befürchtungen der Investoren im Jahr 2020. So fanden im Januar 2020 etwa 2.300 Transaktionen statt. Im Mai waren es weniger als 1.000.

2. Käuferlandschaft in Deutschland

Der deutsche Mittelstand ist weltweit einzigartig und auch im Jahr 2020 noch immer interessant für in- aber auch ausländische Investoren. Bezeichnend für den E-Commerce M&A-Markt sind die starken Schwankungen im jährlichen prozentualen Wachstum an M&A-Deals. Der Großteil der Käufer stammt aus Deutschland.

3. Deutsche Unternehmen mit Thrasio Modell

Das amerikanische Startup Thrasio macht den Kauf von Amazon FBAs zum Milliardengeschäft. Auch in Deutschland gewinnt dieses Geschäftsmodell zunehmend an Popularität. Unternehmen wie Seller X, Zeelos und Brands United haben das Potenzial den M&A-Markt für Onlinehandel grundlegend zu verändern.

Ausblick

Der deutsche Mittelstand steht vor einem bezeichnenden Generationswechsel. Nach einer Studie in Kollaboration mit der WHU – Otto Beisheim School of Management gaben 84% der befragten Unternehmer an, ihr Unternehmen in den nächsten zwei bis drei Jahren übergeben zu wollen. Bis 2022 streben die Eigentümer von einer halben Million kleiner und mittelständischer Unternehmer in Deutschland die Unternehmensnachfolge an.

Fazit

Fest steht: Die einzelnen Unternehmen im Bereich E-Commerce sowie auch die gesamte Branche gelten als Gewinner der Coronakrise und das, obwohl sie einem enormen Wettbewerbsdruck standhalten müssen.