Wie und wo finde ich einen geeigneten Nachfolger?

 In Nachfolgeproblem

In vielen Fällen ist es schwierig, den richtigen Nachfolger für sein Unternehmen zu finden. Er oder Sie muss nicht nur fachlich kompetent sein, sondern auch zwischenmenschlich die nötigen Voraussetzungen besitzen, um erfolgreich ein Unternehmen zu führen. Dazu kommt, dass es auch kompliziert sein kann den richtigen zu finden, wenn man an den falschen Orten sucht. Aber was genau ist die „richtige“ Adresse um nach einem Nachfolger zu suchen? Pauschal ist die Antwort auf diese Frage nicht eindeutig und hängt von mehreren Faktoren ab. Dennoch gibt es tendenziell zwei Strategien, die die Erfolgschancen eines Verkaufs erhöhen. Die Erste wäre, sich direkt in den eigenen Reihen nach einem passenden Nachfolger umzusehen. Die Zweite, sich bei einer externen Nachfolge an einen Experten zu wenden.

Interne Nachfolge

Leicht zu übersehen, ist die interne Nachfolge eine sehr praktikable Methode der Unternehmensübergabe. Grund ist, dass entweder die Kinder oder der in Frage kommende Arbeitnehmer schon sehr vertraut mit dem Unternehmen sind. Dies drückt sich in mehreren Hinsichten oft positiv beim Verkaufsprozess aus. Da der neue Nachfolger sehr wahrscheinlich schon über einige Jahre mit dem Unternehmen involviert ist, ist er auch bei den anderen Arbeitnehmern bekannt. Durch diese Involvierung gibt es ein bereits bestehendes Vertrauensverhältnis, dass den anderen Arbeitnehmer im Prozess zu Gute kommt. Oftmals wird ein neuer Eigentümer oder Geschäftsführer von Misstrauen begleitet, da ein Unternehmensverkauf für manche Abteilungen gleich einem Damoklesschwert wirken kann.

Ist der neue Geschäftsführer aber schon länger involviert, sind seine Motive und Zukunftspläne in einer Linie mit denen des vorherigen Inhabers und es drohen keine großen Umstrukturierungen. Mit gegebener Anstellungssicherheit ist der Verkaufsprozess wesentlich entspannter für Arbeitnehmer, da sie sich ohne weitere Sorgen auf den Integrationsprozess konzentrieren können. Besonders bei der Post-Merger-Integration (PMI) ist die Kooperation der Mitarbeiter ein entscheidender Faktor, lesen Sie hier weshalb. Im Falle einer internen Nachfolge gibt es zwar weniger Verhandlungsbedarf als im Vergleich zu dem Verkauf an einen externen Investor, dennoch sollte der Prozess nicht ohne Berater ablaufen. Hauptsächlich sind hier juristische und steuerliche Beratung von Nöten, aber auch beispielsweise Nachfolgeberater sind hilfreiche Kontaktpersonen.

Externe Nachfolge

Bei einer externen Nachfolge verhält sich die Suche nach einem spezifischen Nachfolger allerdings etwas schwieriger. Grund ist der weitreichende Pool an potenziellen Investoren, die aus vielen verschiedenen Hintergründen stammen können. Ebenfalls sind Vertragsverhandlungen hier wesentlich komplizierter, da diverse Aspekte der Nachfolge und deren Bedingungen ausführlich ausgehandelt werden müssen. Daher ist es empfehlenswert, sich direkt zu Beginn an einen Berater zu wenden. Dies hat im wesentlichen vier Vorteile:

Expertise und Erfahrung erweitern das Netzwerk und erhöhen so die Flexibilität.

  1. 1. Expertise wird durch die verschiedenen Spezialisierungen der Berater garantiert, die sich in Ihrem jeweiligen Bereich exzellent auskennen und tiefgründiges Wissen an den Verhandlungstisch bringen.
  2. 2. In Kombination dazu geht auch einiges an Erfahrung von Seiten der Berater  mit der bereits genannten Expertise einher.
  3. 3. Gesammelte Erfahrungen und Kontakt erlaubt es auch vielen Beratern auf ein weitreichendes Netzwerk von Investoren und anderen Experten zurückzugreifen.
  4. 4. Dies wiederum erlaubt einen gewissen Grad an Flexibilität in Bezug auf anstehende Verhandlungen, da hier verschiedene Investoren in Betracht gezogen werden können.

Besonders die kleineren Nachfolgeberatungen sind hier im Vorteil, da Sie nicht durch rigide Kooperationsstruktur an schnellen und effektiven Entscheidungsprozessen gehindert werden. Somit kann der Verkäufer aus einer Reihe von Angeboten auswählen, welches Szenario am ehesten mit seinen Verkaufsvorstellungen und Wünschen übereinstimmt. Für Arbeitnehmer ist dies auch wesentlich komfortabler. Auf diese Weise bleiben Sie weitgehend von dem Verkaufsprozess verschont und können sich um das Tagesgeschäft des Unternehmens kümmern. Somit sinkt die Produktivität der Firma selbst während des Verkaufs nicht und der Unternehmenswert kann sich weiterhin steigern. Hier erfahren Sie wie genau sich der Wert eines Unternehmens verändert.

Nachfolger finden – doch leichter als gedacht

Aus dieser Erörterung ergibt sich also, dass die Nachfolgesuche ein sehr problematisches Thema sein kann, aber ebenso auch eine recht bequeme Angelegenheit, insofern die Suche richtig angegangen wird. Es besteht immer die Möglichkeit, dass der Nachfolger doch im näheren Umfeld des Unternehmens zu finden ist. Sollte dies nicht gegeben sein, besteht auch die Option einer Delegierung der Nachfolgesuche. Dies spart Arbeit und erlaubt es, ein breit gefächertes Spektrum an Nachfolgern zu inspizieren.

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Daten & Fakten zur Unternehmensnachfolge