Unternehmensnachfolge – Was, wenn der Geschäftsführer ausfällt?

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Unternehmensnachfolge – Was, wenn der Geschäftsführer ausfällt?

In vielen mittelständischen Unternehmen ist der Betrieb nach wie vor allein auf die Person des Inhabers zugeschnitten. Dieser ist nicht nur Eigentümer bzw. Hauptgesellschafter, sondern oft auch Geschäftsführer. In seiner Person laufen alle Fäden zusammen.

Doch was ist, wenn ein plötzlicher Ausfall des Firmeninhabers eintritt? Wie geht es in einem solchen Fall mit dem Betrieb weiter? Ist Vorsorge getroffen, dass jemand an seiner Stelle kurzfristig den Staffelstab der Unternehmensleitung 
übernimmt? Und sind rechtlich die Weichen so gestellt, dass ein Nachfolger oder Ersatzgeschäftsführer die notwendigen Regelungen treffen kann? Wenn nicht, bleibt im Fall des Falles oft nur der Firmenverkauf oder die Geschäftsaufgabe – meist unter ungünstigen Bedingungen.

 

Notfallkoffer für den Ausfall des Firmeninhabers

Häufig berücksichtigen Firmeninhaber es nicht, für eine Ausfallsituation Vorkehrungen zu treffen.
 Wer voll im Leben steht, beschäftigt sich ungern mit der Möglichkeit des eigenen Todes, eines schweren Unfalls oder einer gravierenden Erkrankung. Die Erfahrung zeigt aber, dass solche Ereignisse durchaus unerwartet eintreten können. Sie können selbst in jüngeren Jahren auftreten. Vorkehrungen für einen plötzlichen Ausfall des Firmeninhabers sind Teil der
 Nachfolgevorbereitung. Denn die Unternehmensnachfolge ist keineswegs immer ein vorhersehbarer Prozess, sie kann unvermittelt auf der Tagesordnung stehen. Für solche Fälle empfiehlt sich ein Notfallkoffer, auf den jederzeit zugegriffen werden kann.

Was sollte ein solcher Notfallkoffer enthalten? Zunächst einmal geht es darum, einem – interimsmäßigen oder dauerhaften – Nachfolger – die notwendigen Informationen, Unterlagen und Zugangsberechtigungen zur Verfügung zu stellen, damit das operative Geschäft fortgeführt werden kann. Dazu gehören zum Beispiel wichtige Bankdaten, Telefonnummern, Adresslisten und Verträge, ebenso Passwörter. Solche Vorbereitungsmaßnahmen sind rein praktischer Natur.

 

Die notwendigen Vollmachten

Darüber hinaus müssen Vorkehrungen getroffen sein, durch die ein Ersatzgeschäftsführer oder Nachfolger auch juristisch handlungsfähig ist. Das Testament regelt üblicherweise nur die
 Verteilung des Vermögens im Todesfall und ist keine Nachfolgeregelung. Damit die nötigen Regelungen für den Betrieb getroffen werden können, ist die Erteilung von “Vollmachten über den Tod hinaus” an eine Person – ggf. auch an mehrere Personen – des Vertrauens zweckmäßig. In vielen Fällen ist das der Ehepartner oder ein Familienangehöriger. Damit besteht zum Beispiel die Möglichkeit, auch vor der Testamentseröffnung weiter über Bankkonten zu verfügen und den betrieblichen Zahlungsverkehr sicherzustellen.

Aber der mögliche Ausfall des Firmeninhabers ist nicht auf den Tod beschränkt. Ein Unfall oder eine schwere Krankheit können dazu führen, dass der Betreffende nicht mehr handlungsfähig ist – auch nicht in juristischer Hinsicht (Geschäfts- bzw. Einwilligungsunfähigkeit). In einer solchen Konstellation nützt eine Todesfallvollmacht wenig. Eine Vorsorgevollmacht hingegen kann eine Lösung darstellen. Dabei ist es möglich, Todesfall- und Vorsorgevollmachten miteinander zu verbinden. Solche Vollmachten sollten sehr sorgfältig vorbereitet sein und am besten mit juristischem Expertenwissen erstellt werden.

 

Ersatz-Geschäftsführer rechtzeitig einweihen

Darüber hinaus macht es durchaus Sinn, bereits frühzeitig einen möglichen
 Ersatzgeschäftsführer auszugucken und diesen in die Geschäfts- und Betriebsinterna einzuweihen. Dies kann dann auch ein potentieller Nachfolger sein.

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