PMI – die typischen Fallstricke

 In Nach dem Verkauf
Der Begriff PMI oder Post-Merger-Integrationen, bezeichnet bei dem Transaktionsprozess die Phase nach Vertragsabschluss, in der die beiden involvierten Parteien sich ineinander integrieren. Um sich zuvor in das Thema einzulesen, klicken Sie hier weiter. Generell bietet diese Phase des Unternehmensverkaufs einige oft unvorhergesehene Schwierigkeiten. Tatsächlich ist bei 58%* aller scheiternden Unternehmenskäufen eine fehlgeschlagene die PMI verantwortlich und sollte daher ein wichtiges Thema in der Vorbereitung Ihres Verkaufsprozess sein. Grundessen ist vor allem der Mangel eines einheitlichen Prozederes der PMI , daher muss dieser Schritt von Verkauf zu Verkauf individuell vorbereitet werden. Dabei gibt es einige Hindernisse – typische Fallstricke in dem Sinne – die immer wieder als problematisch abgestuft werden.

Arbeitnehmer Engagement

Ihre Arbeitnehmer sind in diesem Falle die erste Anlaufstelle. An Ihnen bleibt es oft hängen, ob sich die Kulturen der zwei Unternehmen verstehen und die notwendigen Prozesse erfolgreich ablaufen. Sie sind in allen Bereichen des Unternehmenskaufs mit involviert und somit auch zu jedem Zeitpunkt mit eingebunden. Außerdem ist es wichtig, alle Arbeiter so früh es geht miteinander in Kontakt treten zu lassen, um so den Integrationsverlauf zu vereinfachen. Beide Kulturen sollten optimalerweise ineinander übergreifen und sich zu einer neuen Identität entwickeln.Dies erzeugt das Gefühl, Teil einer größeren Organisation, eines neuartigen und wichtigen Projekts zu sein, in das Arbeitnehmer gerne kommen. Passiert dies nicht und bleiben beide Unternehmen weitgehend getrennt, so kann leicht der Sinn hinter der Integration hinterfragt werden, da beide Firmen offensichtlich auch eigenständig existieren können.

IT

Zu diesem Sentiment trägt auch die IT-Abteilung maßgeblich bei. Dazu gehören sowohl die Integration von Software als auch von Hardware. Die erste Herausforderung hierbei ist, beide Betriebssysteme gleichzeitig am Laufen zu haben bzw. diese ineinander zu integrieren. Dabei kann es sich um die Integration von extrem komplizierten Systemen handeln. Beispielsweise bei Banken müssen alle vorhandenen Transaktionen auf ein System übertragen werden und dort fehlerfrei integriert werden, was bei der vorhandenen Komplexität an Algorithmen und Datensets kein leichtes Unterfangen ist. Auch bei der Hardware müssen zwei verschiedene Systeme ineinander übergehen. Bestände von Laptops, Bildschirmen und anderem Zubehör müssen ergänzt und neu zusammengefasst werden. Der ganze Prozess kann eine PMI also extrem in die Länge ziehen und somit den regulären Tagesablauf eines Unternehmens über größere Zeiträume hinweg wesentlich einschränken.

Planung

Des Weiteren sollte auch die strategische Planung des Mergers mit einkalkuliert werden. In den meisten Fällen stehen hier die geplanten Synergien im Vordergrund. Dabei ist es wichtig, eine ausgewogene Balance zwischen den beabsichtigten Synergien und der restlichen PMI zu finden. Grund ist, dass oftmals Synergien der Hauptgrund für einen Merger sind und somit priorisiert werden. Es sollten aber erstmal Bedacht werden, welche dieser Synergien tatsächlich funktionieren werden und welche zusätzlichen Optionen es gibt. Gleichzeitig wird aber auch oft nicht bedacht, dass diese Effekte zum einen aus Optimismus überschätzt werden. Zum anderen ist es auch der Fall, dass die meisten schwerwiegenden Änderungen einer Unternehmensstruktur oder einer gravierenden Änderung einiges an Zeit zum Implementieren brauchen.

Weiterentwicklung

Doch auch mit ausführlicher Vorbereitung ist die PMI nicht einfach so vollendet. Um den Erfolg eines Unternehmenszusammenschlusses dauerhaft zu gewährleisten, muss diese auch auf Dauer überprüft werden. Nur durch nachhaltiges Einwirken kann der Erfolg der Integration langfristig garantiert werden. Durch den permanenten Zusammenschluss wird schlussendlich aus zwei Unternehmen eins.

PMI – nicht zu unterschätzen

All diese führt schließlich zu der Konklusion, dass die PMI in keiner Weise zu unterschätzen ist. Dies bezieht sich gleichermaßen auf die Dauer des Prozess, als auch die Komplexität der Integration von zwei Firmen. Wird dies aber beachtet und ausführlich behandelt, so verbessern sich die Chancen eines erfolgreichen Abschlusses drastisch. Ein großes Käufernetzwerk, sowie ein kompetitiver Käuferprozess ermöglichen es, gut passende strategische Fits zu finden und den Erfolg des Zusammenschlusses exponentiell zu erhöhen. Um Zugang zu Carls weitreichendem Netzwerk zu bekommen, registrieren Sie sich hier zum Verkaufen und hier zum Ankaufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*Quelle: 5 Post-Merger Integration Challenges von Henry Hutton, Beyond

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    • […] Jeder Eigentümerwechsel bedeutet für Mitarbeiter einen Umbruch und Unsicherheit bezüglich der eigenen Zukunft im Unternehmen. Es ist daher wichtig, die Mitarbeiter von Anfang an “mitzunehmen” – durch eine offene und vertrauensvolle Kommunikation sowie durch klare Ziele und Perspektiven. Nur mit motivierten Mitarbeitern kann das Unternehmen weiter erfolgreich sein. Weitere Informationen zur Integration Ihrer Mitarbeiter finden Sie hier. […]

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