6 Punkte, die Sie nach dem Unternehmenskauf beachten müssen

    Tagged: Nach dem Verkauf
6 Punkte, die Sie nach dem Unternehmenskauf beachten müssen

Mit dem Unternehmenskauf ist die Nachfolge keineswegs abgeschlossen. Bei einer Firmennachfolge handelt es sich nicht um ein punktuelles Ereignis, sondern um einen Prozess. Nach der rechtlichen und finanziellen Umsetzung der Transaktion ist der Nachfolgergefordert, die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen.

Fehler und “Unterlassungssünden” behindern nicht nur den reibungslosen Übergang, sie können im Extremfall den Erfolg der Firmennachfolge in Frage stellen. Was gilt es aus der Käuferperspektive zu beachten, damit der Kauf nicht zum Fehlschlag wird? Darum soll es im Folgenden gehen.

1. Firmennachfolge gut vorbereiten 

Der Nachfolger sollte sich noch vor der eigentlichen Stabübergabe intensiv damit befassen, wie er den Übergang gestalten will und welche ersten Meilensteine nach der Übernahme erreicht werden sollen. Dies kann nur auf Basis eines fundierten Konzeptes erfolgen. Für die Firmennachfolge wird – ähnlich wie bei einer Neugründung – ein Business Plan benötigt, in dem Vorstellungen zur Weiterentwicklung des Unternehmens konkretisiert und mit Zahlen untermauert werden.

2. Solide Finanzierung sicherstellen 

Eine solide Finanzierung ist unerlässlich, denn in der Regel kann ein Nachfolger den Kauf des Unternehmens nicht ausschließlich aus eigener Kraft darstellen. Dabei geht es nicht nur um die Finanzierung des Kaufpreises. Das finanzielle Fundament muss auch nach der Übernahme weiterhin tragfähig bleiben – selbst dann, wenn sich die Zahlen nicht so entwickeln wie zunächst gedacht. Es empfiehlt sich, finanzielle Puffer vorzusehen, die die Liquidität auch bei ungünstigerem Geschäftsverlauf sicherstellen.

3. Mit voller Kraft präsent sein 

Die Unternehmensleitung erfordert vom Nachfolger vollen Einsatz. Nichts wäre sträflicher, als nach dem Kauf den Betrieb erst einmal “von selbst” laufen zu lassen, weil es sich um eine eingespielte Organisation handelt. Nach dem Abschluss des Kaufvertrages ist der Firmenverkäufer in vielen Fällen nicht mehr “mit ganzem Herzen” engagiert, denn schließlich gehört das Unternehmen ihm ja nicht länger. Die Stabübergabe sollte daher stets zügig erfolgen.

4. Respekt vor dem Firmenverkäufer 

Auch wenn der Firmenverkäufer im Rahmen der Nachfolgeregelung sein Unternehmen aufgibt, ist er oft immer noch präsent – in den Köpfen der Mitarbeiter und Geschäftspartner, in den von ihm geschaffenen Strukturen, im Auftritt und Image des Unternehmens und vielem mehr. Es wäre ein Fehler, dies gering zu schätzen und auf das Wissen, die Erfahrung und die Kontakte des Alt-Inhabers zu verzichten. Ein Nachfolger vergibt sich nichts, den Firmenverkäufer auch nach der Transaktion um guten Rat zu fragen und seine Kontakte für sich zu erschließen.

5. Mitarbeiter “mitnehmen” 

Jeder Eigentümerwechsel bedeutet für Mitarbeiter einen Umbruch und Unsicherheit bezüglich der eigenen Zukunft im Unternehmen. Es ist daher wichtig, die Mitarbeiter von Anfang an “mitzunehmen” – durch eine offene und vertrauensvolle Kommunikation sowie durch klare Ziele und Perspektiven. Nur mit motivierten Mitarbeitern kann das Unternehmen weiter erfolgreich sein.

6. Veränderungen mit Augenmaß angehen 

Ein einfaches “weiter so” ist bei den meisten Nachfolgen kein gutes Konzept. In der Regel ist eine Neuausrichtung des Betriebs notwendig. Viele Nachfolger gehen diese Aufgabe mit vollem Elan an und unterschätzen dabei die Beharrungskräfte einer Organisation ebenso wie die Ängste und Verunsicherungen, die sie damit auslösen. Deshalb kann es hilfreich, die nötigen Veränderungen langsamer, aber trotzdem konsequent anzugehen. Das wirkt oft nachhaltiger.

Unverbindliches Beratungsgespräch mit einem Nachfolgeberater vereinbaren

Nachfolgeberater

Pascal Stichler

Nachfolgeberater
Tel: 030 / 40 36 30 710


  • okunverbindlich
  • okvertraulich
  • okkostenfrei