Garantie des Verkaufserlöses

    Tagged: Nach dem Verkauf
Garantie des Verkaufserlöses

In vielen mittelständischen Unternehmen steht ein Generationenwechsel an.
 Dabei wird immer noch die Nachfolge in der Familie bevorzugt. Diese Lösung kann aber oft nicht umgesetzt werden, weil kein Nachfolger bereitsteht. In diesem Fall kommt es dann zum Firmenverkauf. Der Verkaufserlös soll dabei auch die finanzielle Absicherung des Verkäufers im Alter ermöglichen. Er ist wichtiger Teil der Lebensplanung und Vorsorge für die Zukunft.

Aus Verkäufersicht ist es häufig vorteilhaft, wenn der Kaufpreis als Einmalbetrag zeitnah zur Vereinbarung des Kaufvertrags gezahlt wird. Meist kann der Käufer eine Einmalzahlung jedoch nicht darstellen. Die Finanzierung eines Unternehmenskaufs gehört zu den größten Herausforderungen eines Unternehmenskaufs. Häufig wird der Kaufpreis gestundet – das heißt: der Käufer zahlt den Preis über die Zeit verteilt in Raten. In solchen Fällen hat der Verkäufer ein hohes Interesse an Sicherheiten oder Garantien, die gewährleisten, dass der Verkaufserlös tatsächlich seinen Weg zum Verkäufer findet.

 

So lässt sich ein Kaufpreis stunden

Welche Absicherung möglich ist, hängt davon ab, in welcher Form die Zahlungsstundung erfolgt. Relativ einfach ist dies, wenn der Verkauf durch Übertragung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft erfolgt. Dann kann die Transaktion sozusagen “Zug um Zug” umgesetzt werden. Gegen Zahlung einer Teilrate werden entsprechende Anteile an den Käufer übertragen. Solange der Prozess nicht abgeschlossen ist, bleibt der Altinhaber – mit immer geringer werdenden Anteilen – Miteigentümer des Unternehmens.

Bei anderen Gesellschaftsformen lässt sich das so nicht umsetzen. Hier erfolgt die Finanzierung zumindest eines Teils des Kaufpreises oft über ein Darlehen, das der Altinhaber dem Käufer gewährt. Die Stundung wird dann über die Ratenzahlung erreicht, mit der das Darlehen im Zeitablauf getilgt wird. Eine andere Möglichkeit ist die Vereinbarung einer sogenannten “Leibrente”. Der Käufer verpflichtet sich dann anstelle der (einmaligen) Zahlung eines Kaufpreises zur lebenslangen Rentenzahlung.

 

Verkaufserlös – diese Möglichkeiten der Absicherung gibt es

In beiden Konstellationen hat der Verkäufer einen nachhaltigen Absicherungsbedarf. Als Sicherheiten kommen grundsätzlich Instrumente in Betracht, die auch sonst bei der Kreditsicherung eine wichtige Rolle spielen:

Grundpfandrechte

Grundpfandrechte gelten als werthaltige Sicherheiten. Dabei dienen Immobilien – zum Beispiel Betriebsgrundstücke – als Sicherheit. Das übliche Sicherungsinstrument ist die Grundschuld. Die Grundschuld ist sehr flexibel einsetzbar.

Sicherungsübereignung

Hier erhält der Gläubiger (Verkäufer) bis zur Begleichung der Schuld
 das Eigentum an Sachen, die der Schuldner (Käufer) weiter nutzen darf – zum Beispiel an Maschinen oder Warenbeständen.

Forderungsabtretungen (Zession)

In diesem Fall werden Forderungen (an Kunden) als Sicherheit abgetreten. Zahlt der Käufer nicht, erfolgt die Befriedigung des Verkäufers aus den Forderungen.

Bürgschaft

Mit einer Bürgschaft garantiert ein Bürge – meist ein Kreditinstitut – mit seiner Bonität für die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen aus dem Kaufvertrag.

 

Verlässlichen Käufer finden

Wie die Absicherung konkret erfolgen sollte, hängt vom Einzelfall ab. Unabhängig davon ist ein vertrauenswürdiger Käufer mit finanzieller Substanz stets die beste Sicherheit.

Sie interessieren sich für einen Unternehmensverkauf? Lassen Sie hier eine kostenfreie und unverbindliche Firmenbewertung vornehmen.

Unverbindliches Beratungsgespräch mit einem Nachfolgeberater vereinbaren

Nachfolgeberater

Pascal Stichler

Nachfolgeberater
Tel: 030 / 40 36 30 710


  • okunverbindlich
  • okvertraulich
  • okkostenfrei