Unternehmensnachfolge durch Frauen

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Unternehmensnachfolge durch Frauen

In vielen Fällen denken Seniorunternehmer bei der Unternehmensnachfolge immer noch bevorzugt an einen männlichen Nachfolger – zum Beispiel den eigenen Sohn. Dass eine Nachfolgerin das Unternehmen weiterführt, ist auch im Zeitalter der Emanzipation eher die Ausnahme als die Regel. Doch es gibt inzwischen viele Frauen, die erfolgreich Nachfolgerin werden und sich den Herausforderungen, die auf sie zukommen, stellen.

Was macht eine typische Nachfolgerin aus? Wie geht sie ihre Aufgabe an? Welche Erwartungen und Einschätzungen haben Frauen, die die Unternehmensnachfolge antreten? Worauf legen Frauen Wert, die ein Unternehmen führen? Auf diese Fragen gibt die Studie “Unternehmensnachfolge durch Frauen” Antworten. Sie wurde vom Institut der deutschen Wirtschaft, Köln, durchgeführt und vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Auftrag gegeben.

 

Nachfolgerin – häufig ein Sprung ins kalte Wasser

Wird eine Nachfolge in der Familie angestrebt, sind Frauen nach wie vor stark unterrepräsentiert. Schätzungen zufolge findet nur etwa jede zehnte familieninterne Firmenübergabe an eine Tochter
statt. Etwas besser sieht es aus, wenn ein Unternehmensverkauf durchgeführt wird und die Nachfolge extern erfolgt. Hier haben Frauen als Übernehmerinnen einen Anteil von etwa 20 Prozent. Im
 Vergleich zu Neugründungen ist das aber immer noch wenig. Denn hinter mehr als jedem dritten neuen Unternehmen steht heute eine Frau. Es fällt offenbar leichter, ein neues Unternehmen zu gründen als eine Firma zu kaufen.

Die in der BMFSFJ-Studie untersuchten weiblichen Unternehmensnachfolgen zeigen, dass nur eine gute Hälfte der Frauen sich systematisch darauf vorbereitet hat, Nachfolgerin zu werden. Fast genauso
viele mussten “ins kalte Wasser” springen, traten die Unternehmensnachfolge also unerwartet an. Da überrascht es auch nicht, dass bei den unerwartet zur Nachfolgerin gewordenen Frauen rund 60 Prozent über keine Ausbildung verfügten, die sie für ihre Aufgabe prädestiniert hat. Bei den “vorbereiteten” Frauen war nur jede dritte ohne eine “zielführende” Qualifikation.

 

Nachfolgerinnen denken an die eigene Unternehmensnachfolge

Die Nachfolgerinnen, die sich erfolgreich als Unternehmerinnen etabliert hatten, wurden auch zur Planung ihrer eigenen Nachfolge befragt und worauf sie dabei Wert für ihr Unternehmen und sich selbst legen. Ganz weit oben steht die Fortführung der Unternehmens-Tradition, was auf die emotionale Verbundenheit mit der “eigenen Firma” hindeutet. Ebenfalls wichtig sind die wirtschaftliche Absicherung von Familienangehörigen und die eigene Altersvorsorge im Zuge der Übergabe. Daneben ist auch ein gutes Verhältnis zum/r gewünschten Nachfolger/in für viele Inhaberinnen von Bedeutung. Und schließlich liegt vielen Unternehmerinnen die Sicherung von Arbeitsplätzen im Rahmen der Betriebsfortführung am Herzen, was für unternehmerisches Verantwortungsbewusstsein und soziales Empfinden spricht.

Viele Unternehmerinnen beginnen sich ab dem Alter von 50 Jahren mit der Nachfolgefrage zu beschäftigen. Abgeschlossen ist die Nachfolgeplanung in der Regel spätestens mit 62. Bis es dann tatsächlich zur Nachfolge kommt, dauert es im Schnitt allerdings nochmals vier Jahre. Die Übergabe erfolgt daher typischerweise Mitte 60. Viele Inhaberinnen suchen bei der Nachfolge-Vorbereitung und -Durchführung externe Unterstützung.

Fundierte Informationen zum Thema, Tipps und Unterstützung finden Sie im Nachfolgemagazin.

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