Was beim Firmenkauf zu beachten gilt

Ein Firmenkauf kann eine gute Möglichkeit sein, um eine eigene unternehmerische Existenz aufzubauen. Die Gründe mehr für einen Erwerb sind vielfältig – mehr zu den Gründen dafür, Nachfolger zu werden, finden Sie hier. Was auch immer die Motive sind, wenn Käufer die Unternehmensnachfolge antreten möchten: Die Transaktion sollte stets gut geprüft und vorbereitet sein.

Denn ein Firmenkauf bietet nicht nur Chancen, sondern ist auch mit Risiken verbunden. Ist die Transaktion erst vollzogen, lassen sich Fehler nachträglich nur schwer korrigieren. Versäumnisse haben oft Langzeitwirkung und sind mit erheblichen Folgekosten verbunden, im schlimmsten Fall wirken sie sogar existenzbedrohend. An dieser Stelle geben wir Ihnen einen Überblick, was beim Firmenkauf zu beachten ist.

Ohne Due Diligence geht es nicht

Nur eine umfassende Prüfung der wirtschaftlichen, rechtlichen und finanziellen Verhältnisse kann zeigen, ob der Firmenkauf sich tatsächlich lohnt und ein MBI-Kandidat seinen Preis tatsächlich
 wert ist. Kaufinteressenten sind gegenüber dem Verkäufer zunächst immer in der schwierigen Position, nicht Zugang zu sämtlichen firmeninternen Informationen zu haben. Im Rahmen der sogenannten Due Diligence sollten alle bestehenden Risiken, aber auch Chancen mit gebotener Sorgfalt geprüft werden. Der Verkäufer ist hier in der Pflicht, die erforderlichen Informationen zur Verfügung zu stellen, Kaufinteressenten
müssen diese vertraulich behandeln. Eine Geheimhaltungsvereinbarung, das Non-Disclosure Agreement, ist in diesem Zusammenhang selbstverständlich.

Share Deal oder Asset Deal?

Ein Firmenkauf kann als Share Deal oder als Asset Deal durchgeführt werden. Beim Share Deal werden die Unternehmensanteile auf den Käufer übertragen, beim Asset Deal die Vermögenswerte und Schulden des Unternehmens. Wirtschaftlich läuft das aufs Gleiche hinaus. Dennoch gibt es zwischen beiden Formen der Übertragung wichtige Unterschiede, die jeweils mit Vor- und Nachteilen verbunden sind. Darüber sollte sich ein Käufer im Vorfeld klarwerden.

Gut verhandeln

Die Verhandlungen beim Firmenkauf sollten von beiden Seiten gut vorbereitet sein und einem systematischen Ablauf folgen. Der Verhandlungsprozess umfasst logischerweise die Schritte Non-Disclosure Agreement, Absichtserklärung (Letter of Intent), die Vertragsverhandlungen, Due Diligence und den konkreten Vertragsabschluss. Entscheidender Faktor ist oft der Kaufpreis. Eine unabhängige Unternehmensbewertung kann dabei helfen, eine objektive Basis zu finden.

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Eintritt in bestehende Verträge

Wie auch immer der Generationswechsel umgesetzt wird, der Käufer tritt in der Regel in bestehende Verträge ein. Das gilt in besonderer Weise für Arbeitsverhältnisse, aber auch für
Versicherungen, geschäftliche Vereinbarungen und ggf. finanzielle Verpflichtungen. Auch die Haftung für ausstehende Forderungen, zum Beispiel Steuerschulden im Rahmen der Besteuerung, kann den Erwerber treffen. Solche Risiken sollten bei der Due Diligence erfasst und im Verhandlungsprozess geklärt werden.

Wettbewerbsverbot

Für den Käufer ist es wichtig, mit dem Verkäufer ein Wettbewerbsverbot zu vereinbaren. Das untersagt es dem Altinhaber für eine bestimmte Zeit nach dem Verkauf, als Wettbewerber am Markt aufzutreten. Ein Wettbewerbsverbot muss angemessen sein, es darf den Verkäufer nicht “lebenslang” einschränken.

Weitere Informationen zum Firmenkauf

Trotzdem, dass in diesem Beitrag nur auf einige Facetten des Firmenkaufs eingegangen werden konnte, ist jeder der genannten Punkte vielfältig. Beim konkret anstehenden Firmenkauf sollten diese näher betrachtet und geprüft werden müssen. Mehr zum Firmenkauf erfahren Sie in unserer Rubrik „Käuferperspektive“.

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