Gründe dafür, Nachfolger zu werden

Bei vielen – noch inhabergeführten – mittelständischen Unternehmen steht in den nächsten Jahren die Nachfolge an. Der Wunsch, dass der Unternehmensnachfolger aus der eigenen Familie kommt und die Unternehmenstradition fortführt, ist zwar nach wie vor vorhanden, er lässt sich aber immer häufiger nicht verwirklichen – weil niemand da ist, kein Interesse besteht oder mangels Qualifikation. In diesen Fällen muss ein Nachfolger über eine Übernahme des Unternehmens durch externes Management gefunden werden.

Für externe Nachfolger ist der Kauf oft eine Alternative zur Gründung eines eigenen Unternehmens. Die Chancen, ein passendes Unternehmen zu finden, sind gering. Die Zahl der Kaufinteressenten, die “nicht zum Zuge kommen”, sinkt seit Jahren. Aus Käuferperspektive bietet diese Lösung eine Reihe an Vorteilen. Der wichtigste ist: Man kauft sich in ein bereits am Markt etabliertes Geschäftsmodell ein, die langwierige Aufbauphase einer Neugründung entfällt. Das bedeutet vielfach auch ein geringeres unternehmerisches Risiko.

Der Mehrwert bei der Unternehmensübernahme

“Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile” – diese alte Erkenntnis des griechischen Philosophen Aristoteles gilt auch beim Unternehmenskauf. Der Firmenwert sollte mehr als die Summe der einzelnen Vermögenswerte des Unternehmens sein. “Marken-Bekanntheit”, ein bereits vorhandener Kundenstamm, eine eingespielte Betriebsorganisation, die Betriebskultur, gewachsene Lieferanten- und Geschäftsbeziehungen – all diese “Werte” übernimmt der Unternehmensnachfolger mit. Bei einer Neugründung müssen sie erst mühsam geschaffen werden.

Nicht zu unterschätzen ist auch, dass der Käufer auf einem soliden Zahlen- und Datengerüst aufbauen kann. Bei etablierten Unternehmen liegen Erfahrungen aus der Vergangenheit vor, die durch das Rechnungswesen widergespiegelt werden. Auf dieser Basis kann eine fundierte Planung erfolgen, die mit mehr Planungssicherheit verbunden ist als bei einer Neugründung. Hier sind Planungen oft eine Rechnung mit vielen Unbekannten.

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Nicht alles beim Alten belassen

Trotzdem ist die externe Unternehmensnachfolge kein Selbstläufer. Unternehmerisch denken und handeln – das ist auch hier gefragt. In vielen Fällen ist der Betrieb ganz auf den Alt-Inhaber zugeschnitten gewesen und kann so nicht fortgeführt werden. Das gilt auch mit Blick auf die Erhaltung der Unternehmenstradition. Die ist in der Regel nicht nur an Namen, sondern auch an Personen gebunden. Alleine den Namen zu behalten, reicht daher nicht aus – Tradition muss auch gelebt werden.

Meist geht es nicht nur ums Bewahren, es bedarf auch einer strategischen Neuausrichtung und Neuaufstellung. Gewachsene Strukturen, die auf der einen Seite Sicherheit vermitteln, können dann sogar hinderlich für Veränderungen sein und sich als Fesseln erweisen. Das sollte bei einer Kaufentscheidung immer mitbedacht werden.

Den Übergang erfolgreich gestalten

Wichtig ist, den Nachfolgeprozess sorgfältig vorzubereiten und gegebenenfalls mit Unterstützung des Alt-Inhabers zu gestalten. Die Übergangsphase bei der Unternehmensnachfolge ist erfahrungsgemäß eine besondere Herausforderung. Wenn sie gelingt, ist schon viel für eine gute Unternehmenszukunft getan. Gerne stehen wir Ihnen auch persönlich Rede und Antwort zu Ihrem Anliegen.

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