Digitalisierung, der Knotenpunkt im Generationswechsel

Digitalisierung ist kein neues Thema. Auch nicht in der Unternehmensnachfolge. Die Studie „Same passion, different paths“ fokussiert sich speziell auf diesen Knotenpunkt im Generationswechsel. Sind die sogenannten „Next Gens“ vorbereitet, um das Familienunternehmen weiterzuführen? Wo ecken noch Unternehmensleitungen und bald werdende Nachfolger an?

Wer sind die Befragten der Studie?

PWC arbeitet schon seit über 15 Jahren mit Familienunternehmen und brachte schon zahlreiche Beiträge zu dem Thema Nachfolge heraus. 2017 wurden 137 Unternehmensnachfolger aus über 21 Ländern befragt. Ehrgeiz, eine neue Vision und eine zumeist akademische Ausbildung zeichnet die Befragten laut der Studie aus.

Was zeichnet die zukünftigen Nachfolger aus?

Die PWC ordnete die jungen Nachfolger in vier Unternehmenstypen ein: „Bewahrer“, „Gestalter “, „Intrapreneure“ und „Entrepreneure“. Die Bewahrer legen am meisten Wert auf den nachhaltigen Erfolg der Firma mit Fokus auf das momentane Management. Intrapreneure und Entrepreneure, auf welche 25% der Befragten passten, unterscheiden sich insofern, dass Entrepreneure unabhängig von dem Familienunternehmen gründen, während Intrapreneure noch auf dessen Ressourcen zurückgreifen. Gestalter, welche mit 35% den größten Teil der Unternehmenstypen ausmachen, wollen die Firma umstrukturieren und zu einem besseren verändern.

Digitalisierung: zukünftige Nachfolger

Was ist der Knotenpunkt zwischen diesen Unternehmenstypen und ihren Vorgängern?

Eindeutig die Digitalisierung innerhalb des Unternehmens. 36% der Befragten gaben zu bekennen, frustriert zu sein, da ihre Vorgänger nicht das volle Potenzial der Digitalisierung erfassen können. 75% sehen die Digitalisierung als essentiell, um in dem heutigen Zeitalter wettbewerbsfähig zu bleiben, doch nur 7% glauben, dass ihr Unternehmen sich in dieser Hinsicht bisher gut schlägt. Der Konflikt besteht darin, die neuen Visionen der junge Generationen mit dem Erfahrungsreichtum der jetzigen Unternehmensleitung zu vereinen.

„Der Generationenkonflikt verschärft sich durch die Digitalisierung. Während die junge Generation darauf brennt, ihre Ideen schnell umzusetzen, ist die ältere Generation zögerlich. Doch beide Eigenschaften – Veränderungswille und Risikobewusstsein – ergänzen sich eigentlich hervorragend.”

Peter Bartels, Mitglied der PWC Geschäftsführung und Leiter Familienunternehmen und Mittelstand

 

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Was heißt das für die Zielsetzung im Unternehmen?

Aus der Studie geht hervor, dass Jungunternehmer die momentane Zielsetzung des Unternehmens verändern wollen, schließlich erweisen sich 35% der Befragten als „Gestalter“ und 26% empfinden es als schwierig die aktuelle Generation von neuen Ideen zu überzeugen. Jedoch darf dabei nicht vergessen werden, dass Innovationen nicht die Antwort auf alle Probleme sind, genauso wie eine jahrelang bewährte Strategie nicht in Zukunft beiseitegeschoben werden muss. Die Kunst ist es, beide Parteien auf einen Nenner zu bringen und einen nachhaltigen Plan für die Zukunft des Unternehmens zu entwickeln.

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