Was der digitale Wandel für den Mittelstand bedeutet

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Was der digitale Wandel für den Mittelstand bedeutet

Digitaler Wandel, Industrie 4.0, Internet der Dinge oder Big Data – das sind Schlagworte, die fast tagtäglich zu lesen sind. Die Digitalisierung hat unser Leben verändert wie keine Entwicklung seit der industriellen Revolution – und das in rasantem Tempo. Die erste kommerzielle Internetnutzung ist keine drei Jahrzehnte alt, das Smartphone kann auf weniger als 20 Jahre Historie zurückblicken.

In diesem Zeitraum hat sich eine gewaltige Dynamik entwickelt und der Prozess ist längst nicht zu Ende. Vom Cloud-Computing über Blockchain-Technologie bis hin zu Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz – ständig eröffnen sich neue Perspektiven und Felder für digitale Technik.
 Gleichzeitig wächst das Risiko, den Überblick und den Anschluss zu verlieren. Das gilt gerade für
 den Mittelstand.

 

Mittelstand hat bei Digitalisierung noch Nachholbedarf

Eine im Jahr 2016 in KfW-Auftrag durchgeführte Untersuchung “Digitalisierung im Mittelstand: Status Quo, aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen” hat festgestellt, dass die mittelständische Wirtschaft Nachholbedarf in puncto digitaler Wandel hat. Ein Drittel der Unternehmen befindet sich danach noch im Grundstadium der Digitalisierung. Über eine digitale Strategie verfügen nur etwa 22 Prozent, so hoch ist auch der Anteil, der Cloud-Computing nutzt. Big Data-Anwendungen setzen 19 Prozent ein. Überschaubar ist der Anteil der Mittelständler mit digitalen Geschäftsmodellen (8 Prozent) und Industrie 4.0-Aktivitäten (4 Prozent).

In der Gesamtbewertung kommt die KfW zum Schluss, dass nur etwa jedes fünfte mittelständische Unternehmen Vorreiter bei der Digitalisierung ist, knapp die Hälfte bewegt sich als “Mitläufer” im Mittelfeld und rund ein Drittel gehört zu den Nachzüglern.

 

Bisheriger Investitionsumfang wird nicht reichen

Viele Digitalisierungsinvestitionen im Mittelstand bewegen sich in bescheidenem Rahmen. 17 Prozent der Unternehmen tätigten im Untersuchungszeitraum der KfW-Studie überhaupt keine digitalen Investitionen, bei 46 Prozent lag das Investitionsvolumen unter 10.000 Euro. Nur fünf Prozent
führten Projekte mit über 100.000 Euro Volumen durch. Von daher verwundert es nicht, dass viele Digitalisierungsvorhaben aus dem laufenden Umsatzprozess finanziert werden. Bankkredite, gar Venture Capital oder Private Equity sind bisher eher die Ausnahme als die Regel.

Doch das ändert sich. Gerade im industriellen Mittelstand reichen solche bescheidenen Investitionssummen nicht, um den digitalen Anschluss zu erreichen, zu halten oder gar zum Vorreiter zu werden. Millionenbeträge sind schon deshalb erforderlich, um nicht dauerhaft ins Hintertreffen zu geraten. Längst nicht immer ist es möglich, ein lange erfolgreichesGeschäftsmodell gegen eine disruptive Innovation zu schützen, stattdessen wird es häufig nötig sein, sich neue digitale Geschäftsfelder zu erschließen. Hier kommen auch M&A-Aktivitäten ins Spiel.

Einen Überblick über den deutschen Beteiligungsmarkt erhalten Sie hier.

 

Einkauf digitaler Geschäftsmodelle via M&A

Der Einkauf in ein digitales Start-up kann für etablierte Mittelständler ein aussichtsreicher Weg 
sein, Know-how und innovative Ideen im Bereich der Digitalisierung für sich nutzbar zu machen. Das funktioniert im Zweifel schneller und effizienter, als Eigenentwicklung zu betreiben. Was große Unternehmen schon lange kennen, entdecken inzwischen auch mittelständische Firmen für sich. Sie gründen eigene Venture Capital-Einheiten, um damit systematisch auf die Suche nach lohnenden digitalen Investments zu gehen. So lässt sich eine gezielt auf Wachstum ausgerichtete digitale Strategie verwirklichen.

Für junge Unternehmen mit innovativen Technologien, die selbst mittelständische Unternehmen sind, ist das eine vielversprechende Entwicklung – steigen doch dadurch Chancen, an dringend benötigtes Venture Capital oder Private Equity zu gelangen. Hinzu kommt, dass derzeit viele mittelständische Unternehmen im Zuge einer Nachfolgelösung verkauft werden. Eine Option zur Verwendung des zufließendes Kapital stellt für die Verkäufer die rentierliche Investition in zukunftsträchtige Felder dar. Die Digitalisierung eröffnet dem Mittelstand insofern auch neue Finanzierungsmöglichkeiten und erleichtert den Zugang zu Kapital.

 

Strategie und Finanzierung verbinden

Entscheidend für nachhaltigen Erfolg im Zeitalter der Digitalisierung ist eine digitale Strategie, 
die den Weg zu Big Data, Industrie 4.0, Cloud-Computing & Co. weist. Den Schlüssel zur Entwicklung einer digitalen Ausrichtung stellt ein aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel dar: Strategie und Finanzierung müssen sinnvoll in Verbindung gebracht werden.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, um die Zukunftsplanung Ihres Unternehmens in Angriff zu nehmen. Lesen Sie zudem hier, wie zuverlässig analysiert werden kann, wie bereit Ihr Unternehmen für die Digitalisierung ist.

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